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Wohnbauten

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Siedlungsbauten für die Besatzungsmächte, Siedlung Volkspark, Köln-Raderthal (Denkmalschutz)
 
 
 
Bauherr: GAG Köln
Grundstücksfläche: 1.600 m²
Bruttogeschossfläche:
Bruttorauminhalt:
Planungsbeginn: 1949
Fertigstellung: 1951

Wohnfläche: jeweils 120 m²

Die erste Besatzungsmacht in Köln waren die Amerikaner, die die Stadt am 6. März 1945 erobert hatten. Sie blieben jedoch nur kurz in der Stadt, und am 21.06.1945 zogen britische Truppen in die Stadt ein. Unter britischer Flagge hatten auch belgische Einheiten bei der alliierten Wiedereroberung des Kontinents nach der Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 gekämpft. So kam es, dass sie einen Teil der Besatzungstruppen in der britischen Zone stellten. Nach dem 15. Mai 1945 wurden in der britischen Zone bereits ein Teil der britischen durch belgische Besatzungstruppen ersetzt; so auch in Köln.

Der Wohnraum für die Besatzungsmächte und deren Angehörige wurde zu Beginn einfach requiriert. Dabei wurden besonders für die Offiziere Villen in den weitgehend unzerstörten Stadtrandgebieten Marienburg und Junkersdorf beschlagnahmt. In Marienburg war außerdem der Sitz des britischen Militärgouverneurs.

Im Gebiet der Stadt Köln wurden Besatzungssiedlungen ab 1949 im Rahmen von Bauprogrammen errichtet. Ab 1949/50 wurde das JOINT-PROGRAM durchgeführt, von 1950 bis 1951 wurde es durch das ZECO-PROGRAM ergänzt und fortgeführt. Im Rahmen dieses Programms wurden in Köln die Siedlungen in Köln-Dellbrück, in Junkersdorf und Teile des Volksparks in Köln-Raderthal errichtet.

Die Besatzungssiedlungen sind ein wichtiges Dokument deutscher Nachkriegsgeschichte. Für die Baugeschichte Kölns sind die Besatzungssiedlungen wichtige Überreste der 50er Jahre. Mit ihnen wurden Wohngebiete geschaffen, die für die jeweiligen Stadtteile prägend wurden und auch heute noch sind. Sie sind die ersten Nachkriegsbeispiele für moderne Gartenstadtgestaltung.

Unser Büro realisierte insgesamt 46 zweigeschossige Einzelhäuser mit Satteldach. Die Fassaden werden durch Fenster und Türöffnungen axial strukturiert. Die Fenster sind meist zweiflügelig, weiß gestrichen und mit gebrochenen Farbtönen abgesetzt.

Die Wohnhäuser stehen heute unter Denkmalschutz.

Literatur:

Stadtspuren - Denkmäler in Köln, Band 10.2, J.P Bachem Verlag